19. Dezember
#354

Jemand sein dürfen, statt etwas sein zu müssen.

Untertitel Denkschrift für Daniel Hell

Daniel Hell und Agnes Martin würden sich wohl verstehen. Daniel Hell befasste sich stark mit der Seele, der seelischen Entwicklung des Menschen, Agnes Martin mit der künstlerischen Entwicklung des Menschen.

«Que suis-je?»

war eine wichtige Frage für sie. Sich selbst und das eigene Potential zu kennen, war für sie der zentrale Gedanke.

«Pour vivre une vie absolument originale, il suffit d’être soi-même.»

«Le bonheur, c’est la recherche de soi. C’est la vie.»

Sich selbst sein, auf sich Konzentriert-sein, mit den eigenen Ideen schwanger gehen, sich öffnen, um sich vom eigenen Geist inspirieren, führen und überraschen zu lassen – darüber hat sie einen eigenen Text geschrieben. Also nicht den Erwartungen von aussen nachspüren und nachleben, sondern den eigenen, inneren Empfindungen. Und wenn uns dies gelingt:

«Quand notre potentiel sera entièrement épuisé, nous ne reviendront pas. Notre existence concrète prendra fin.»

Siehe Nr. 37, 47, 107, 140, 152, 159, 311.

29.12.2024

Das Ende des Lebens - Sicht von Agnes Martin