Es ist oft sinnvoller, über einen Umweg ans Ziel zu kommen.
Darüber schrieben Erik Nagel in Glücksfall Widerstand (Nr. 9) und Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer in Ganz im Gegenteil, Nr. 5 und 106: Es ist für etwas gut, noch nicht am Ziel zu sein.
Ich habe im Führungsalltag die Erfahrung gemacht, dass der direkte Weg für mein Gegenüber oft zu schnell ist – meist habe ich etwas vorgedacht, vorüberlegt, und die andere Person ist jedoch in ihrem eigenen Film = woanders.
Es gilt, zuerst anschlussfähig zu werden, die Person in Ruhe und mit genügend Zeit in mein Thema einzuführen, das ist der Umweg, und ihr danach Reflexionszeit zuzugestehen.
Das Vorgehen mit Agendapunkten hilft mir. Ich kann nachdenken, für mich selbst vorwärts gehen, verschiedene Lösungsvorschläge bringen und die anderen haben garantierte Vorbereitungs- und Reaktionszeit.
«Kinder bestrafen ist eine (ungünstige) Abkürzung. Erfahrungslernen heisst, Zeit verlieren, und wirkt nachhaltiger auf die Entwicklung des Kindes respektive ermöglicht diese erst.»
Podcast Soziopod zu Rousseau, Patrick Breitenbach und Nils Köbel
15.11.2024