So gleich wie möglich, so ungleich wie nötig.
In meiner Weiterbildung Beratung als ethische Reflexion habe ich gelernt, es gibt zwei Gerechtigkeits-Denkschulen und beide haben ihre Daseinsberechtigung:
- Allen das Gleiche
Hier geht’s um die universellen Rechte und Bedürfnisse wie Menschenrechte oder Zugang zu Wasser, Nahrung, Toilette (immer noch haben sehr viele Frauen auf der Welt keinen Zugang zu Toiletten, das ist erschreckend, sie sind dadurch oft Übergriffen ausgesetzt).
- Jedem das, was er/sie braucht
Um Gleichheit – oder für mich ist Gleichwertigkeit das bessere Wort – herzustellen, braucht es für einen beeinträchtigten Menschen anderes als für einen gesunden Menschen im vollen Besitze aller körperlichen Funktionen. Wie zum Beispiel assistierte Entscheidfindung für geistig beeinträchtigte Menschen oder barrierefreie Zugänge für körperlich beeinträchtige Menschen.
Erstaunlicherweise bringe ich diese zwei Denkschulen auch im Führungsalltag immer wieder ein. KONSENT vereint für mich beide!
15.11.2024