Identität ist vor allem ein PROZESS der Entdeckung.
Oder ein Zwang zu einer chronischen Selbstoptimierung?
Wer bin ich?
Ein (oder mehrere?) Leben lang haben wir Zeit, neugierig uns selbst zu entdecken. So wie manche bildhauenden Menschen sagen, die Figur sei schon im Stein drin gewesen, sie hätten nur noch die Hülle wegschlagen müssen.
Ich finde, Entdeckung seiner eigenen Identität braucht Zeit und Raum – und bin tief dankbar, dass wir in der Schweiz dies uns leisten können. In vielen anderen (Kriegs-)Ländern oder Ländern mit prekären Lebensverhältnissen ist dieser Prozess des Entdeckens vermutlich viel eingeschränkter und vor allem überlagert vom (Über)lebenskampf.
Wer bist du?
«Es gibt auch eine situative Identität.»
Markus Binswanger in Das eigene Leben – jemand sein dürfen, statt etwas sein müssen, Mettner&Jung (Hrsg.)
Diese kennt den Umgang mit Ambivalenz und Ambiguität.
«Identität ist nicht statisch, Identität ist ununterbrochen in Bewegung.»
Heinz von Foerster
Oder Identität als eine endlose Suche nach der passenden Lebensform?
13.10.2024