Mitarbeitenden-Zufriedenheit ist nicht der richtige Ratgeber für die Entwicklung eines Unternehmens. Sondern: Leistungspartnerschaft auf Augenhöhe.
Ja, Mitarbeitendenzufriedenheit ist etwas Seltsames, wenn ich sie erfrage, allenfalls sogar anonym erfrage. Denn dann hat dies zur Folge, dass die Mitarbeitenden die Verantwortung für die Zufriedenheit nach oben abgeben – quasi wie eine Klagemauer: Die Leitung ist verantwortlich, die Zufriedenheit zu erhöhen, ich habe es ja in der Zufriedenheitsumfrage deutlich geschrieben. Wieso machen die denn nun nichts?
Wir versuchen es mit Hilfe von Soziokratie anders:
Alle sind für die Erreichung des Zwecks verantwortlich. Wenn ich eine Spannung habe, bin ich selbst verantwortlich, diese anzusprechen. Abgeben, gar nach oben abgeben, geht nicht. Und wenn ich es nach oben abgeben möchte, dann entscheidet mein ganzer Kreis dies gemeinsam, dass eine Entscheidung an den nächsthöheren Kreis abgegeben wird – was selten passiert, aber der soziokratische Notfallplan ist.
Und ja, es ist wichtig, dass wir eine wertschätzende Betriebskultur haben und alle den Sinn ihrer Arbeit sehen und spüren.
Das ist Zufriedenheit. Gemeinsam verantwortete Zufriedenheit.
8.9.2024