Die langweiligste Frage zum Thema Religion ist die, ob das alles denn ‚wahr‘ sei.
Und ich habe es ja nicht gerne langweilig!
Das gefällt mir!
Entspricht mir sehr:
Ich ging jahrzehntelang zur Homöopathin und glaubte nicht an Homöopathie. Aber es half immer, mir ging’s besser nach dem Besuch der Ärztin. Ich war fast 30 Jahre lang bestens begleitet! Mir egal, was genau den positiven Effekt hatte – Hauptsache, die Wirkung stimmte.
Und ich glaube auch, dass es Religionen gibt, die menschenfreundliche und menschenförderliche Strukturen zur Verfügung stellen. Das heisst, dass es den Menschen ein besseres, solideres, stabileres Leben ermöglicht, wenn sie an ‘ihre’ Religion glauben – einfach, weil es psychologische Sicherheit gibt, das Leben berechenbarer macht. Vielleicht auch übersichtlicher macht, man kann besser einordnen. Vor allem wenn es Religionen sind, die sich auf ein Jetzt beziehen und «das gute Leben» nicht erst im Jenseits kommt.
Ich schaue gerne auf die Wirkung: Tut das Narrativ gut? Beflügelt es? Ist es inspirierend?
8.9.2024