Soll es die Menschheit weiter geben?
Wenn man Tomáš Sedláček liest, würde man am liebsten antworten: NEIN!
«Bei den Menschen scheint es hingegen so zu sein, dass die Zahl ihrer Bedürfnisse (einschliesslich der unerfüllten) umso grösser ist, je mehr sie besitzen, je weiterentwickelt und reicher sie sind.»
Also, ob das Reicher werden wirklich auch eine Weiterentwicklung ist, könnten wir uns darüber streiten! Eine menschliche Unersättlichkeit, die schlichtweg unseren Planeten zerstört.
Mir gefällt die Vorstellung im älteren Judentum einiges besser, mit einem Jubeljahr alle 49 Jahre: Besitz muss zurückgegeben werden, es gibt einen Schuldenerlass und Sklaven werden frei. Besitz war somit zeitlich begrenzt, das hat den Menschen einen ganz anderen Bezug dafür gegeben.
Wäre die Erde ohne Menschen eine bessere Welt?
Je kleiner die Anzahl der Dinge, von denen wir abhängig sind, desto freier. Grundhaltung der Stoiker.
«Das GENUG entzieht sich uns vorzu.»
Tomáš Sedláček
Irgendwie tragisch, diese Aussage von ihm.
27.12.2024