11. November
#316

Licht ist, was man sieht. - Zeigen, was nicht zu zeigen ist.

Gerhard Wendland (1910-1986)

«Wie der Dichter, schreibt sich auch der Maler aus in seinen Bildern. Wird der Ausschreibeprozess vom Bewusstsein kontrolliert, geht die Kunst verloren: das Gekünstelte und Ausgedachte tritt an die Stelle. Wenn sich aber die kontrollierende Instanz des Bewusstseins zurückhält im Schaffensprozess, ist die gemalte Innenwelt selbst ihr eigener Massstab.»

Gerhard Wendland und sein Engel, in Ästhetik der Freiheit, Manfred Krüger.

Kunst ist, was man nicht sieht – z.B. während dem Schaffensprozess – am besten, wenn ich es als Schaffende nicht sehe, sondern im Flow mitgehe! Wie bei den Satzstreifen, die ich seit 20 Jahren aufschreibe, ohne genau zu wissen, wozu und was daraus wird.

«Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen.»

Heinz von Foerster

Wir können uns da nicht übertölpeln, sind auf ein Gegenüber angewiesen, dass uns das, was wir nicht sehen, zeigt und erklärt.

Siehe Nr. 307.

18.12.2024