Wir nehmen wahr, was wir wahrnehmen wollen. - Und wahrnehmen können.
Passt zu Nr. 247, wir neigen dazu, unliebsame Fakten zu ignorieren, umzudeuten und nur Informationen aufzunehmen, die unsere Meinung bestätigen.
So gehört auch dazu:
Fakten finden wir nicht vor, Fakten machen wir.
Wahrnehmung des Problems = Lösung des Problems?
Wenn wir etwas als Problem bezeichnen, so geben wir bestimmten Tatsachen, Strukturen oder Ereignissen einen negativen Wert und suchen nach einer Lösung, die wir dann als etwas Positives sehen. Aber der Wert des einen wie des anderen hat bereits schon etwas mit unserer Sicht zu tun, er liegt nicht einfach objektiv in den Umständen.
Es lohnt sich deshalb, zu betrachten, wie wir Ereignisse als Problem konstruieren. Bei vielen Problemen ist zudem das Muster der bisherigen Lösungsversuche längst zum eigentlichen Problem geworden.
Nach Tetralemma Arbeit, Kibéd und Sparrer, siehe Nr. 316.
«Die ganz Schlauen sehen um fünf Ecken und sind geradeaus blind.»
«Wir sehen oft nicht, was wir nicht erwarten, deshalb gibt es oft ein selbstorganisiertes Schweigen.»
Changetagung, 2020.
15.12.2024