Erzählen ist Macht.
Das haben wir eben gesehen und sehen es weiterhin: siehe Nr. 132, Wahlkampf von Trump diesen Herbst – er hatte definitiv viel Macht mit seinem Storytelling.
Das Storytelling ist definitiv wirkmächtiger als Fakten, als die Realität. Ich nutze es wo möglich im Sinne von Nr. 209 als positives Narrativ, oder im Sinne von Nr. 157, dass Hindernisse und Ehrenrunden ihren Sinn haben und als Chance zu nehmen sind (Siehe Nr. 218, 246).
Ein sehr bewusst gewähltes Storytelling habe ich rund um die Einführung von Soziokratie gemacht mit einem Höhepunkt am Grossanlass mit allen Pflegeeltern im Jahr 2019. Ich greife auch heute immer mal wieder auf dieses Storytelling zurück, war eine gute Sache, das merke ich, da es so nachhaltig verwendbar ist!
«Menschliches Denken spielt sich in Form von Geschichten ab … Menschliche Motivation wiederum basiert zum grossen Teil auf der Erfahrung der eigenen Lebensgeschichte, einer Geschichte, die wir durchleben und die wir uns selbst erzählen …
…Dasselbe gilt für die geistige Verfassung einer Nation, eines Unternehmens oder einer sonstigen Institution. Grosse Führungskräfte sind zuallererst Erzähler von Geschichten.»
Tomáš Sedláček, Die Ökonomie von Gut und Böse
«Menschen sind erzählende Wesen und wir möchten uns in grosse Welterzählungen einbinden.»
Hartmut Rosa, Eine Soziologie der Weltbeziehung
6.12.2024