22. August
#235

Zu(sammen)gehörigkeit. Identität bildet sich als Zugehörigkeit.

Joanna Pfaff-Czarnecka, Chancetagung 2018

«Wir wollen dazugehören. Aber auf der anderen Seite wollen wir gleichzeitig autonom bleiben. Wir möchten beides und beides möglichst umfassend und möglichst lange.»

Walter Lussi

Zugehörigkeit ist immer multipel. Identität ist ein andauernder, kontinuierlicher Prozess.

Wir gehören zu verschiedenen Gruppen, Netzwerken, privat wie beruflich und wir sind in keiner Gruppe dieselben.

Mich hat dies schon immer fasziniert, an mir selbst und an anderen: Da wechselt jemand die Stelle, die Partnerschaft, das Hobby und plötzlich kommen andere Facetten ans Tageslicht, andere Charakterzüge!

Da stellt sich schon die Frage: Wer bin ich? Wenn ich in jeder Gruppe leicht oder stärker eine andere Person bin.

Passt aber auch zu ‚Struktur erzeugt Verhalten, ändert man die Struktur, ändert sich das Verhalten‘ aus der Soziokratie. Das erlebe ich ganz stark!

Zugehörigkeit ist eine betriebliche Ressource. Wie definieren wir unseren Zusammengehörigkeitsraum?

Siehe Nr. 46, 167.

«Das Gleiche zu mögen wie alle anderen gibt Zugehörigkeit, verhindert ein Gefühl von Einsamkeit.» 

Nassim Nicholas Taleb

27.11.2024