25. Juli
#207

Angst ist nicht Ausdruck einer bevorstehenden, sondern einer bereits eingetretenen Gefahr.

Jeannette Fischer, Angst – vor ihr müssen wir uns fürchten

Es sei falsch zu sagen, dass Angst eine existenzsichernde Erfahrung zum Überleben sei. Furcht übernehme diese Schutzfunktion. Angst ist häufig eine Reaktion auf Gewalt und Unterdrückung.

Angst ist eine Empfindung der Ohnmacht, hindert unseren Zugang zu konstruktiven Kräften, der Opfer / Schuld-Diskurs ist ein Teil davon. Schuld wird zum Verbündeten der Angst. Unsere bestehenden Machtverhältnisse benötigen Angst als Grundlage.

«Die Angst, der Hass und das Opfer bedingen sich gleichermassen.»

Jeannette Fischer

Das Ignorieren ist eines der wirksamsten und grausamsten Mittel, einem Subjekt Anerkennung zu verwehren. Das Ignorieren hat eine Ich-vernichtende Absicht und löst Panik aus.

Der Vorwurf ist ein ungerechtes, hierarchisches Instrument der Kommunikation. Er verweigert sich der dialogischen Verantwortung und der Anerkennung des anderen.

Siehe Nr. 174.

17.11.2024