Hass sichert Gemeinschaft.
Hass.
Meist auf einen gemeinsamen Feind ausserhalb der eigenen Gemeinschaft gerichtet.
Kann aber auch innerhalb einer Gemeinschaft sein, z.B. im Kontext der Arbeit: gemeinsam über den Chef, die Chefin lästern, sichert Gemeinschaft, vermittelt Zusammenhalt und Gemeinsamkeit, gibt eine vermeintliche Harmonie und Einheitlichkeit.
Dadurch können die Differenzen innerhalb eines Teams, die Unzulänglichkeiten von sich selbst oder von Teamkolleg:innen ausgeblendet werden.
Das Ziel ist oft, den Chef, die Chefin, den Feind, das, was die Gemeinschaft als Bedrohung sieht, auszuschalten.
Hass, wenn er noch hinzukommt, ist wie ein Brandbeschleuniger dieser ‘Gegen’-Energie.
Setzen sich die Mitarbeitenden FÜR eine Veränderung ein (und nicht GEGEN etwas).
Was hilft: achtsam und beharrlich Menschen zu Täter:innen werden lassen (nach Erik Nagel, siehe Nr. 9, 206, 207).
«Wenn sich mehrere Menschen auf einen gemeinsamen Feind einigen, dann können sich heimatliche Gefühle ergeben, Gefühle der Zusammengehörigkeit und vor allem Gefühle der Dankbarkeit für die gegenseitige Anerkennung. Man ist verbunden in der Gemeinschaft und hat die Möglichkeit, das Mass der Anerkennung zu steuern, in dem man sich im Kampf gegen den gemeinsamen Feind bewährt.»
Jeannette Fischer
9.11.2024