9. Juni
#161

Scheitern als Baustein der Lebenskunst.

Ute Lauterbach

«Was bringt die schwierige Situation an Gutem mit sich?» Sigmar Willi

Ute Lauterbach ist voll Fan vom Scheitern!

Ein Buch von ihr trägt den Titel ‘lässig scheitern’. Sie ist überzeugt: Wer scheitern kann, hat mehr vom Leben. Deshalb ist für sie Scheitern ein Baustein der Lebenskunst.

Ich würde sagen, dass Scheitern kein Narrativ meines Lebens ist. Scheitern hat für mich mit (hohen? falschen?) Erwartungen zu tun.

Ich neige mehr zum Buddhistischen: Dass wir gar nicht wissen können, ob ein konkretes Ereignis ‚Scheitern‘ ist oder ob es den Grundstein für etwas Positives legt.

Ich tendiere zum Reframen, gehe davon aus, dass das Ereignis seinen Sinn hatte, auch wenn ich ihn (noch) nicht sehe. Oder ich mache ein TETRALEMMA, um andere Perspektiven auf das sogenannte Scheitern zu werfen.

Vielleicht entspricht Scheitern dem soziokratischen Begriff von Spannungen. Das, was ich möchte, weicht ab von dem, was ist. Spannungen sind Treibstoff für Veränderungen – etwas Positives.

Siehe Nr. 102, 152, 153, 160, 286.

6.11.2024