7. Februar
#38

Er geht der Vergangenheit nach, als wäre sie nicht zu verändern.

Sie ist jedoch veränderbar.

Das machen wohl viele, der Vergangenheit nachgehen, als wäre sie statisch und unveränderbar!

Die Forschung überprüft unsere Erinnerungsfähigkeit immer wieder eindrücklich im Hinblick auf den Realitätsgehalt.

Fazit ist, wir erinnern nie das real Geschehene.

Mir kommt immer wieder die Geschichte der älteren Dame in den Sinn, die im Rahmen des Forschungsinterviews genau beschrieb, wie sie an der Einsetzung von Queen Elizabeth war, bis zu den Kleidern, Positionen, etc. Die Zeitungsbilder zeigten jedoch, dass sie mehrere königliche Anlässe zu einem verschmolzen hatte und zeitlich war es auch klar (Sonnenstand etc.), dass ihre Beschreibung der Szene nicht möglich gewesen sein konnte.

Oder der simulierte Mord des Universitäts-Professors: Die Kameras liefen, die Studierenden wurden eine Weile im Glauben gelassen, er sei vor ihren Augen ermordet worden, alles sei echt und gleichzeitig wurden sie unmittelbar befragt: Die Aussagen stimmten schon wenige Minuten nach dem Ereignis nicht mit dem Gefilmten überein!

Siehe Nr. 51.

19.7.2024

Verschmelzende Erinnerungen, in Anlehnung an ein Werk von Hyerin Eom