14. Dezember
#349

Verstehen ist nicht dasselbe wie entschuldigen.

Und im Führungsalltag würde ich gleich ergänzen:

Nur weil es einen Grund für ein Nichterfüllen der Leistung gibt, ist das Nichtleisten dennoch nicht ok.

Ich erlebe, dass insbesondere Männer teilweise eine Tendenz dazu haben: Die Sache als erledigt zu betrachten, wenn sie begründen, wieso sie ihre Aufgabe nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht erfüllt haben. Nennen von Gründen = entschuldigt = erledigt.

Tja. Taleb Nassim würde sich sehr mokieren! Meist sind die genannten Gründe Schwarze Schwäne oder teilweise befürchte ich auch, dass die Leidenschaft für «das Kind im Zentrum» noch zu wenig stark ist.

Das heisst, nur weil ich dir zuhöre, deine Begründung höre, bin ich dennoch nicht damit einverstanden, dass du so weiterarbeitest. Was sind deine Ableitungen, dass die Aufgabe in Zukunft erfüllt wird? Was ist der Ausgleich für das Nicht-Geleistete? Mir fehlt da manchmal die Leidenschaft für die Aufgabe, für das Kind im Zentrum.

27.12.2024