21. Oktober
#295

Leben ist Bezogen-sein.

Wir sind auf eine elementare Weise bedürftig nach Zeit und Präsenz anderer, nach Aufmerksamkeit, nach Nahrung und Wärme, nach Kommunikation und Solidarität.

Wir wollen dazugehören. Aber auf der anderen Seite wollen wir gleichzeitig autonom bleiben.

Wir möchten beides und beides möglichst umfassend und möglichst lange. Im Ausloten der Balance erfahren wir manches Mal ein Stück Einsamkeit. Sie weckt die Sehnsucht nach neuer Geborgenheit. Geborgenheit aber geht nicht ohne Beziehung, d.h. auch nicht ohne gewollter oder ungewollter Abhängigkeit. So gesehen ist Abhängigkeit ein natürliches Phänomen des Menschseins überhaupt.

Text in Anlehnung an Joachim Bauer, Walter Lussi

Der Mensch pendelt zwischen SICHERHEIT und AUTONOMIE.

Obwohl es ja beides gar nicht gibt, weder Sicherheit noch Autonomie.

11.12.2024