16. Oktober
#290

Ohne Erinnerungen sind wir verloren.

Wir brauchen Erinnerungen, um uns in der Welt zurechtzufinden, um zu wissen, wer wir sind und wo wir hingehören.

Erinnerungen sind fluid, nichts Konstantes. Wir verfälschen sie, ergänzen sie, ja das Hirn lässt sich sogar komplett erfundene Ereignisse einpflanzen.

Erinnerungen verändern sich, jedes Mal, wenn wir sie abrufen.

Ein Leben ohne Erinnerung ist kein Leben. Ein Mensch, der sich nicht erinnern kann, ist vom Wissen früherer Erfahrungen abgeschnitten, unfähig, Bewusstseinsmuster aufzubauen, die Ordnung in den Verstand bringen.

Nach Mihály Csíkszentmihályi

«Und ich frage mich, ob man am Ende lebe, um sich erinnern zu können.»                    

Gerhard Meier

Erinnerung ist angewiesen auf den Akt des Weitergebens.

10.12.2024

Erinnerung wird immer nachträglich geformt

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