Entsteht durch Flexibilität Sicherheit oder Unsicherheit?
Diese Frage könnte gut von einer Changetagung der Fachhochschule Nordwestschweiz sein, an die ich alle zwei Jahre zum Auftanken gehe (Nachtrag siehe oben, ist es auch :-).
Und sie trifft mich gerade wieder nach den Erfahrungen von ‚offenen Wahlen‘ für neue Kreisleitungen – etwas vom Anspruchsvollen in der Soziokratie.
In der Familienarbeit ist aus meiner Perspektive Unsicherheit entstanden, im Stationären Sicherheit. Das Verfahren wurde flexibel angewendet, war somit in beiden Abteilungen unterschiedlich.
Zudem ist auch die Frage im Raum, ob Sicherheit immer das erstrebenswerte Ziel ist? Es geht ja darum, den Zweck, die Vision zu erreichen. Da kann eine Phase von Unsicherheit durchaus wichtiger Bestandteil des Weges sein.
Gibt es ein WOZU für: Flexibilität, Sicherheit, Unsicherheit?
Puah, ein paar Tage nach diesem Eintrag habe ich meinen Tagebuchtext von 2018 gefunden – trifft top ins Schwarze:
«Sicherheit / Unsicherheit steuern direkt auch unser Motivationssystem: Wertschätzung, Vertrauen, Anerkennung, Zugehörigkeit und damit ein Gefühl von Sicherheit. Verweigerte Zugehörigkeit macht unsicher, fördert Bereitschaft zu Gewalt, aktiviert das Schmerzzentrum.
Dies ist insbesondere bei der Wahl einer neuen Kreisleitung zentral, wenn es interne Bewerbungen gibt: Wie die Wahl machen, damit das Schmerzzentrum nicht aktiviert wird? Dass es nicht als Nicht-Zugehörigkeit ausgelegt wird?»
Nach Joachim Bauer (Teil 1) und mir (Teil 2)
30.11.2024