Geht uns vor lauter Dichte der Zwischenraum verloren?
«Überall ist jemand: jede Veränderung der Umwelt betrifft jemanden, führt zu Auseinandersetzungen und auch zum Kampf um die Befriedigung von Raumansprüchen - dahinter steckt die These, dass gerade Zwischennutzungen … für die Atmosphäre einer Stadt … von grosser Bedeutung sind – oft sogar wichtiger als das, was schliesslich definitiv geschieht.»
Hermann Huber, Überall ist jemand
Ein Manifest für den Zwischenraum, für das Provisorische, Unfertige, Gestaltbare, für Brachen, die nicht alles vorgeben!
Menschen gestalten gerne – siehe Erfolgsstory Neubad Luzern – erst durch den Zwischenraum, die Zwischennutzung entsteht Innovation, Kreativität und viel intrinsische Motivation.
„Neben den grossen Auseinandersetzungen über das Definitive braucht die Stadt mehr denn je die Offenheit, das Unbestimmte, Provisorische, Andersartige, die Atempausen der Zwischennutzungen.“
Hermann Huber
Wäre ein sehr grosser Verlust, wenn es keine Zwischenräume mehr gäbe!
Nicht für das Unbewusste, aber für das Ungeplante Raum lassen.
Eine gegenteilige Herangehensweise hat der Fotokünstler Lois Hechenblaikner. Er sucht die (künstlerische) Dichte in seinen Werken:
«Dichte entsteht nur dadurch, dass ich das Thema lange verfolge und dann das Destillat herausarbeite.»
27.11.2024