Spiegelst du dich? Ein Grossteil unseres Ärgers und unserer Unzufriedenheit entsteht durch die Begegnung mit anderen Menschen. Aber sie sind nur der Spiegel von uns selbst.
Byron Katie hat eine nicht unumstrittene WORK-Methode zur Spiegelung von sich selbst entwickelt, ihr hat’s in einer Zeit psychischer Erkrankung geholfen.
Ihre vier Standardfragen:
- Ist das wahr?
- Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
- Wie reagierst du (was passiert dir), wenn du diesen Gedanken glaubst?
- Wer wärst du ohne den Gedanken?
Greitemann (Nr. 142, 225) ergänzte sie mit Umkehrungen. Ausgangssatz: Mein Chef ist mir gegenüber so negativ, mit Hilfe der vier Fragen durcharbeiten, dann Umkehrung: Ich bin meinem Chef gegenüber immer so negativ. Auch mit weiteren Umkehrungen erlebte er hilfreiche Spiegelung.
Woher kommt dieses Verlangen, ein Leben widerzuspiegeln, das auch das Leben so vieler anderer Frauen war? Will ich die Rückseite des Spiegels erkunden?
Wir sind uns alle gegenseitig Spiegel. Runde, ovale, eckige, bewegliche, fixe, hängende, stehende, liegende, grosse, kleine und kleinste. Die Silberschicht des Spiegels reflektiert das Sein des Anderen, des Gegenübers, oder uns selbst - für einen kurzen oder langen Augenblick. Im Gespiegelt werden erkennen wir uns selbst. Oder einen Teil von uns.
Wer ist dein Spiegel? Für wen bist du Spiegel? Gespiegelt zu werden macht uns erst aus. – auch zerbrochene Spiegel reflektieren das, was auf sie trifft.
24.11.2024