Zwischen uns findet etwas statt, das nichts mit uns zu tun hat.
Ein Kunstprojekt, das mich sehr fasziniert hat:
Ein Film, gespielt im verlassenen Contraves-Areal, verbunden mit dem Tagebuch einer Planung. Nacherzählbar ist die Geschichte kaum. Michèle löst sich im Verlaufe des Tagebuchschreibens in einen Stapel grüner Taschenbücher auf. Die Mitglieder der Planungskommission, die sie nach 17tägiger freiwilliger Einschliessung abholen wollen, verwandeln sich leibhaftig in fünf Wörter, die ein Zitat Bernsteins bilden: Ruinen an ihrer Statt aufzurichten.
Mit dem Titelsatz, «zwischen uns …» beschreibt Michèle eine Sitzung im Architektenteam, an der sie deutlich spürt, es geht nicht um die gesagten Wörter, die vertretenen Positionen, sondern um etwas Visionäres, Übergeordnetes, und in der Vision ist das Architektenteam nur Handlanger:innen, Ausführende und nicht Steuernde.
«ich finde statt in mir»
Michèle Bernstein während ihres Auflösungsprozesses.
Siehe Nr. 297.
17.11.2024