18. Januar
#18

Ungeordnetes bietet mehr Chancen auf Entdeckungen als Geordnetes. Oder Rotzetter versus Kondo.

Franziska Beer

Künstler Rotzetter schätzt es, im ungeordneten Material des Recherchejournalisten Hufschmid wühlen zu können. Dies biete ihm die Chance, Neues zu entdecken, eigene Spuren zu finden respektive ihnen nachgehen zu können. Er sieht somit kreatives Potential im Ungeordneten. Ihn interessieren Brüche, Konfusionen, Irrungen.

-> wie in meinem Atelier.

Marie Kondo, die japanische Aufräumspezialistin (zumindest in ihrer ersten Lebensphase), schätzt aufgeräumte Wohnungen und Schränke, jedem Ding seinen Platz. Das setze Energie frei für das Leben. Wir verfügen über mehr Energiepotential, wenn wir Ordnung in unserem Materiellen haben. Die Minimalist:innen würden da wohl beipflichten: ein bewusster Umgang mit Materiellem hilft

-> wie wir es in unserer Wohnung praktizieren, Marie Kondo bis zum Putzschrank! Gilt wohl auch hier: sowohl als auch!

«Ich lebe, um zu ordnen. Mein System ist, dass ich immer Gleiches zu Gleichem tue.» 

Armand Schulthess bei Ingeborg Lüscher

12.7.2024